Klause

Jeden Donnerstag wird unsere Klause zur Malwerkstatt. Jeder, der möchte, kann hier unter Anleitung von Maria Wuch, frei schaffender Künstlerin und Kunsterzieherin, kreativ werden - oder einfach nur seine Zeit vertreiben. Mit Pinsel und Leinwand, Farbe und Papier. Frei oder mit Vorlage. Jeder so, wie er es mag. Ohne Vorgabe von Themen. Mit verschiedenen Techniken und Materialien. Zu meditativer Musik oder inspiriert von Texten. Alle zwei Jahre werden die so entstandenen Bilderwelten in einer Ausstellung gezeigt. Die spannendsten Motive drucken wir als Postkarten, die am Empfang verkauft werden. Und nach und nach schmücken die Bilder der "Hauskünstler" auch die Wände der Wohngruppen.

Auch Gedächtnistraining, Literaturkreis und unser gemütliches Beisammensein mit Ehrenamtlichen, Mitarbeitern und Angehörigen findet in der Klause statt. Genutzt werden kann sie außerdem für private Feiern und Feste. Nähere Auskünfte gibt unser Küchenteam.

Gedächtnistraining

"Wir sind der Bewohnerkreis, der versucht, die grauen Zellen auf Trab zu bringen. Jeden Dienstag treffen wir uns unter Anleitung von Karin Schaaf in der Klause zum Gedächtnistraining. Das ist keine Schulstunde. Im Gegenteil! Es geht ganz locker zu und sehr interessant. Und manchmal auch schwer.

Wenn mein Kurzzeitgedächtnis noch so funktionieren würde, wie ich es gerne hätte, könnte ich noch Vieles dazu lernen. Das geht den meisten anderen in unserer Runde genau so. Aber was vor 60 oder 70 Jahren geschah, das wissen wir alle. Nur das augenblickliche Zeitgeschehen geht uns zu schnell.

Frau Schaaf hat jede Woche ein besonderes Thema. Vor einiger Zeit war es die Mode. Viele wussten noch, in welchem Jahr damals der Plisseerock getragen wurde, der erste Schlitz im Rock modern war und was man in der Zeit dazu getanzt hat.

Spannend ist auch das Quiz. Da müssen wir uns manchmal gegenseitig helfen. Spickzettel brauchen wir nicht. Jeder sagt die Antwort, die er für richtig hält. Kürzlich hatten wir das Thema Olympia. Wo fanden 1972 die Sommerspiele statt? Und was bedeuten die fünf Ringe? Einer von uns wusste es sofort, weil er 1936 in Berlin zur Schule ging, als dort um Medaillen gekämpft wurde."

G. Schnurpheil