Ehrenamtliche
Über 50 Ehrenamtliche helfen dabei, den Alltag in St. Ludgeri mitzuge- stalten. Sie stellen ihre Arbeitskraft, ihre Freizeit und ihre Fähigkeiten unentgeltlich zur Verfügung – aber nicht umsonst. Sie ergänzen die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter und bringen Farbe in das Leben unserer Bewohner. Vor allem aber schenken sie ihnen: Zeit und Aufmerksamkeit. Zum Zuhören, zum Anteil nehmen und zum Spaß – gerade dann, wenn Angehörige fehlen. Für kleine Erledigungen und gemeinsame Aktivitäten.
Cafeteria, "Aha-Band", Krankenhausbesuche oder Heimzeitung – die Auf- gaben und Motive der Ehrenamtlichen sind so vielfältig wie die Menschen, die sich engagieren. Dabei sind sie weitestgehend für ihre jeweilige Auf- gabe selbst verantwortlich. Der Soziale Dienst leitet und begleitet sie, unter- stützt sie in der Einarbeitungsphase, bietet ihnen Schulungen und Ge- sprächskreise im Haus. Wer welche Aufgabe übernimmt, entscheiden sie gemeinsam mit den Hauptamtlichen des Sozialen Dienstes – je nach Neigung, Interesse und Zeit.
Aufgaben und Tätigkeitsfelder
- Einzelbetreuung
- Offene Arbeit
- Begleitdienste
- Betreuung im Foyer
- Helfer in den Aufenthaltsräumen der Wohngruppen
- Besuche im Haus
- Krankenhausbesuche
- Helfer bei Festen
- Unterstützung der Gruppenarbeit
- Administrative Aufgaben
- Mitgestaltung eines Erinnerungsbuchs für verstorbene Bewohner
- Mitgestaltung des Alltags
- Malwerkstatt
- Bastelkreis der Mitarbeiter
- Festausschuss
- Cafeteria
- Blumen- und Gartenpflege
- Tierpflege
- Heimzeitung
- Kioskwagen
- Unterstützung bei Mahlzeiten
- Helfer in der Seelsorge
- Kommunionhelfer
- Lektorendienst
- Messbegleitung
- Meditation
- Rosenkranzgebete
- Kreuzwegandachten
- Wortgottesfeiern
- Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen
Zeitspender gesucht!
Wir ehrenamtlichen Mitarbeiter sind ein starkes Team. Nicht nur zahlen- mäßig. Über 50 Frauen und Männer – Angehörige, Werdener, ehemalige und aktive Mitarbeiter. Unterstützt und begleitet vom Sozialen Dienst.
Wir nehmen uns Zeit. Zeit zum Zuhören. Als Ansprechpartner im Foyer und Helfer bei den Mahlzeiten. Für Seelsorge und Skat. Zum Kegeln, Malen und Singen. Wir tanzen und machen Musik, feiern Feste und organisieren Aus- flüge. In enger Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen und Angehörigen. Für mehr Spaß und Lebensfreude – für die Bewohner und für uns.
Wir freuen uns über neue „Tanzmäuse“ und Verstärkung unserer „Aha- Band“. Und über jede hilfreiche Hand!
Ansprechpartner (Sozialer Dienst):
Norbert Kohls 0201-8497 2450
„Hier geht niemand stumm aneinander vorbei.“
Maria Bildstein über ihre Arbeit als Ehren- amtliche
„16 Jahre lang habe ich hauptamtlich in Haus 3 gearbeitet, bis zur Rente. In den Jahren hat sich hier im Haus Vieles verändert, ist schöner ge- worden. Meist sagt man ja, wenn man aus dem Berufsleben rausgeht: "Jetzt ist Schluss". Auch ich hab eine Zeit lang nichts gemacht. Musste erstmal zu mir selbst finden, mich um meinen Mann und die Enkelkinder kümmern.
Vor fünf Jahren hab ich dann ganz langsam wieder angefangen. Bei Festen und in der Cafe- teria geholfen. Und später den offenen Kreis ins Leben gerufen. Zuerst hab ich immer nur zwei, drei BewohnerInnen zum Kaffeetrinken abgeholt. Inzwischen treffen wir uns jeden Dienstag, spielen „Rummikub“ oder „Mensch ärgere dich nicht“. Wichtig ist, dass man die Leute einfach reden lässt.
Ich versuche, hier im Haus alles zu machen, was machbar ist, auch die Angehörigen mit zu betreu- en. Und den Austausch zwischen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen zu fördern. Hier geht nie- mand stumm aneinander vorbei. Aber auch ich hab nicht immer Zeit, denn ich hab ja auch noch Familie.
Im Arbeitskreis Ehrenamtliche versuchen wir, die Ehrenarbeit zu koordinieren, Verbesserungsvor- schläge zu machen und das Ehrenamtlichen- treffen vorzubereiten. Einmal im Monat treffen wir uns alle. Manche machen so viel – das kriegt man sonst gar nicht alles mit.
Einmal im Jahr lädt die Heimleitung alle Ehrenamt- lichen übers Wochenende zu gemeinsamen Be- gegnungstagen ein. ‚Miteinander – füreinander’ – dieses Motto wird hier sehr ernst genommen.“


